PLA oder PETG: Welches Material eignet sich für eine 3D-gedruckte Lampe
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Bei einer 3D-gedruckten Lampe entscheidet das Material über zwei Dinge gleichzeitig: wie die Lampe aussieht und wie lange sie dem Licht standhält. Am häufigsten begegnen Ihnen zwei Kunststoffe, PLA und PETG. Beide lassen sich zu Hause und professionell drucken, verhalten sich aber unterschiedlich.
Worin sie sich unterscheiden
PLA ist steif, hält seine Form gut und hat eine schöne matte Oberfläche, die das Licht sanft streut. Seine Schwachstelle ist Hitze. Es beginnt bereits bei etwa 55 bis 60 °C weich zu werden, daher verträgt es weder direkte Sonne auf der Fensterbank noch eine heiße Lichtquelle dicht an der Wand des Lampenschirms.
PETG verträgt mehr Hitze, etwa bis 80 °C, und ist zäher. Es widersteht Stürzen und Biegen besser. Der Druck ist etwas anspruchsvoller und das Material ist meist etwas durchscheinender, was den Charakter des Lichts im Lampenschirm verändert: mehr Licht dringt durch, weniger wird weich gezeichnet.
Warum es bei der Lampe nicht nur um Temperatur geht
Bei modernen LED-Glühbirnen mit E27-Fassung bis etwa 9 W ist der Unterschied in der Praxis kleiner, als es scheint. LEDs leuchten kalt und erwärmen sich nicht wie eine alte klassische Glühbirne. Ein Lampenschirm aus PLA erreicht bei einer solchen Glühbirne nicht die Erweichungsgrenze, weil die Quelle einfach nicht genug Wärme abgibt.
Das Problem entsteht woanders. Setzen Sie eine leistungsstarke Halogen- oder eine alte Wolfram-Glühbirne in die Lampe, kann die Hitze für PLA bereits zu viel sein. Deshalb gehört in eine 3D-gedruckte Lampe eine LED, nichts, was gleichzeitig leuchtet und heizt.
Was das für das Aussehen des Lichts bedeutet
PLA erzeugt die typische weiche, gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung, die man sich bei Designerlampen wünscht. Das Licht verteilt sich über den gesamten Lampenschirm. PETG wirkt schärfer, und man sieht manchmal genau, wo die Glühbirne sitzt. Für Stimmungslicht im Wohnzimmer oder Schlafzimmer ist PLA daher meist die angenehmere Wahl.
Wann Sie zu PETG greifen sollten
PETG ist dort sinnvoll, wo die Lampe gröbere Behandlung oder Hitze erlebt. Ein Kinderzimmer, in dem die Lampe gelegentlich herunterfällt. Ein Platz nahe einem Fenster mit direkter Sommersonne. Eine Werkstatt oder eine Küchenarbeitsplatte. Wenn es Ihnen vor allem um Robustheit geht und weniger um weiches Licht, ist PETG ein vernünftiger Kompromiss.
Für die meisten Innenraumlampen gilt jedoch eine einfache Regel. PLA für die Optik und weiches Licht, eine LED-Glühbirne innen, und stellen Sie die Lampe nicht in direkte Sonne. Damit decken Sie die überwiegende Mehrheit der Situationen ab.
So machen wir es bei Printhia
Unsere Designerlampen wie KUMO und Lumira drucken wir so, dass Material, Form des Lampenschirms und empfohlene Glühbirne zueinander passen. Dadurch müssen Sie sich nicht mit Temperaturtabellen befassen, die passende LED gehört zur Lieferung, und die Lampe ist so konzipiert, dass sie schön leuchtet und lange hält.
TLDR
- PLA ist steif und liefert weiches, gleichmäßiges Licht, wird aber bereits bei etwa 55 bis 60 °C weich.
- PETG verträgt mehr Hitze (etwa bis 80 °C) und ist robuster, das Licht dadurch wirkt schärfer.
- Bei einer LED-Glühbirne E27 bis 9 W reicht PLA problemlos aus, da die LED kaum Wärme abgibt.
- Erwägen Sie PETG für das Kinderzimmer, ein Fenster mit direkter Sonne oder überall dort, wo die Lampe herunterfallen könnte.
- Eine 3D-gedruckte Lampe gehört nie in direkte Sonne und immer mit einer LED, nie mit einer heißen Glühbirne.