CE-Zertifikat an 3D-gedruckten Lampen: Was es bedeutet

Alex

CE ist die Abkürzung für das französische "Conformité Européenne" und bedeutet, dass das Produkt nach europäischen Sicherheitsnormen geprüft wurde. Bei elektrischen Geräten konkret nach der Niederspannungsrichtlinie (LVD) und der EMV-Richtlinie (elektromagnetische Verträglichkeit). Bei 3D-gedruckten Lampen hat das einen praktischen Grund.

3D-gedruckter Kunststoff ist brennbar. PLA, PETG und ABS haben eine Verformungstemperatur irgendwo zwischen 60 und 110 Grad Celsius. Eine gewöhnliche E27-Glühbirne erwärmt sich in der Nähe der Fassung bei LED auf 60 bis 80 Grad, bei Halogen oder einer alten Wolframglühbirne bis zu 250 Grad. Zwischen Fassung und Kunststoff verläuft also eine haarfeine Grenze, die entscheidet, ob die Lampe jahrelang leuchtet oder sich innerhalb einer Woche verformt und einen Kurzschluss verursachen kann.

Das CE-Zertifikat bestätigt, dass der Hersteller die richtige Fassung mit Wärmeisolierung verwendet hat, die richtige Kabelführung, ausreichenden Abstand zwischen Glühbirne und Kunststoff, Erdung dort, wo sie nötig ist, und Schutz vor Berührung spannungsführender Teile. Im Labor wird die Lampe eingeschaltet, erwärmt, und die tatsächlichen Temperaturen an kritischen Punkten werden gemessen.

In der Praxis bedeutet das, dass ein legitimes Zertifikat nicht etwas ist, das man zu Hause ausdruckt. Es ist ein Dokument mit der Unterschrift einer akkreditierten Stelle und der Identifikation des konkreten Produkts. Wir haben es für das gesamte Lumira und KUMO Portfolio und können es auf Anfrage zusenden.

Ein gefälschtes CE-Zeichen erkennt man leicht. Der Hersteller kann es nicht nachweisen, auf der Verpackung ist ein Aufkleber ohne Notifizierungsnummer, die Lampe hat kein technisches Datenblatt. Wenn Sie sie für ein Kinderzimmer oder Schlafzimmer kaufen, ist genau das der entscheidende Unterschied.

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