Wie ein farbiges 3D-Bild entsteht: Vom Foto zum fertigen Werk

Alex

Ein farbiges 3D-Bild ist kein Poster mit Farbe. Es ist ein geschichtetes Relief, bei dem der Kunststoff je nach Dicke und Filamentkombination den Farbton ändert. Der Prozess besteht aus vier Schritten, und jeder davon kann das Ergebnis ruinieren, wenn er schlampig ausgeführt wird.

Schritt 1: Foto-Kontrolle. Wenn die Datei ankommt, geht sie durch die Hände des Bedieners. Er prüft Auflösung, Belichtung und Kompression. Bei 80 % der Bestellungen läuft alles ohne Anmerkung. Beim Rest rufen wir den Kunden an und bitten um eine bessere Quelle. Wir drucken nie etwas, das von vornherein schlecht aussieht, denn eine Reklamation kostet mehr als eine Stunde am Telefon.

Schritt 2: Slicing. Das Foto wird im Programm in eine Höhenkarte umgewandelt. Jedes Pixel erhält eine Koordinate, eine Dicke und eine Farbschicht. Dieser Schritt dauert je nach Bildgröße 15 Minuten bis zu einer Stunde. Danach geht die .gcode-Datei an den Drucker.

Schritt 3: der eigentliche Druck. Bei einem farbigen Bild von 20x20 cm dauert der Druck typischerweise 8 bis 14 Stunden. Die Maschine wechselt das Filament zwischen den Schichten und arbeitet mit einer Genauigkeit von ±50 μm, das ist etwa die halbe Dicke eines menschlichen Haares. Während des Drucks kontrolliert der Bediener die erste Schicht persönlich, die übrigen laufend über die Kamera.

Schritt 4: Fertigstellung. Nach dem Abkühlen wird das Bild von der Druckplatte gelöst, die Stützstrukturen werden entfernt, die Kanten kontrolliert. Es wird in Luftpolsterfolie und Karton verpackt, dazu kommt eine handgeschriebene Karte mit Druckdatum und dem Namen des Bedieners.

Vom Eingang des Fotos bis zur Übergabe an den Kurier: maximal 48 Stunden. Wer das Ergebnis vor der Bestellung sehen möchte, kann sich unsere Produktgalerie ansehen.

Vier Schritte, acht bis vierzehn Stunden Druck, ein Bediener. So entsteht Ihr Foto in Farbe.

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