Warum wir Lampen nur aus zertifizierten Materialien drucken
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Wenn Sie "PLA-Filament" sagen, klingt das wie eine einzige Sache. In Wirklichkeit ist es eine Kategorie, in die hundert verschiedene Mischungen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften fallen. Und der Unterschied zeigt sich genau in dem Moment, in dem der Kunststoff in der Nähe einer Wärmequelle ist, also bei einer Lampe.
Gewöhnliches No-Name-Filament von einem asiatischen Marktplatz kostet 12 bis 18 Euro pro Kilo. Der Hersteller gibt die genaue Herkunft des Grundmaterials nicht an, es gibt kein Datenblatt mit Brennbarkeitstest und oft auch keine genaue Verformungstemperatur. Beim Drucken funktioniert es gut. Bei längerer Erwärmung durch die Glühbirne beginnt es sich unvorhersehbar zu verhalten: Es kann sich verformen, Rauchpartikel abgeben, im schlimmsten Fall entzündet es sich nicht direkt, sondern setzt Chlor- oder Schwefelverbindungen frei.
Zertifiziertes Filament von einem europäischen Hersteller kostet 28 bis 40 Euro pro Kilo. Es hat einen streng definierten Zusatzstoffgehalt, dokumentierte Tests nach der RoHS-Richtlinie (Beschränkung gefährlicher Stoffe), REACH (chemische Sicherheit) und bei den besten sogar UL94 (Brennbarkeit von Kunststoffen). Das sind Papierzertifikate, aber genau diese lassen sich dem CE-Zertifikat des Endprodukts beilegen.
In der Praxis bedeutet das für uns einen um 60 % teureren Einkauf, aber auch die Zufriedenheit der notifizierten Stelle, wenn wir eine Lampe zur Zertifizierung einreichen. Und noch etwas: außergewöhnlich gute Schichthaftung, die der Kunde zwar nicht sieht, aber in der Hand als Kompaktheit und Festigkeit spürt. Deshalb halten unsere Lumira und KUMO Lampen auch nach Jahren täglicher Nutzung.
Billiges Filament lohnt sich für Dekoration ohne Wärmequelle in der Nähe. Bei einer Lampe ist der Unterschied von 15 Euro pro Kilo die einzige vernünftige Kompromisswahl, und meistens nicht einmal die.